Long Hair Journey

Long-Hair-Journey #1: Kaputte Haare vom Färben & Glätten

Seit ungefähr 2 Jahren bin ich nun schon auf meiner Lang-Haar-Journey. Begonnen hat sie, als meine Haare an ihrem Tiefpunkt waren. Und mit Tiefpunkt meine ich wirklich kurz vor dem Tod: Sie waren struppig, total kaputt und brachen einfach so ab. Wie es dazu kam, wie ich meine Haarstruktur zerstörte und eine katastrophale Haarqualität bekam erfährt ihr hier!

Färben, bis die Haare kaputt sind: von blond zu schwarz zu blond.

Wie ich es geschafft habe, mit der schlimmsten Frisur dazustehen, die ich jemals hatte? Ganz einfach: Ich habe damals meine blondierten Haare in Eigenregie mit einer Intensivtönung aus der Drogerie schwarz gefärbt. Damit begann ein schrecklicher Teufelskreis. Da meine Haare bereits blondiert waren, griff die Tönung sehr stark, weshalb man auch eher von “Färben” als von “Tönen” reden kann. Generell würde ich mal behaupten, dass “Intensivtönungen” sich bei blondierten Haaren nie wieder auswaschen. Bis heute habe ich noch einzelne ausgewaschene schwarze Haare auf dem Kopf.

Aber es kam noch schlimmer: Denn natürlich wurde das Ergebnis nicht gleichmäßig. Mein Kopf war übersät mit Flecken. Deshalb musste ich sehr bald wieder tönen. Und nochmal. Und nochmal. Da auch mein aschblonder Ansatz sehr bald wieder recht deutlich zu sehen war, wiederholte sich das Prozedere zirka alle 3-4 Wochen.

Der berüchtigte letzte Tropfen auf dem heissen Stein war die Tatsache, dass ich bei meinem Intensiv-Tönungs-Marathon immer verschiedene Farb-Packungen benutzt habe: mal Eine mit Rotstich, mal eine Aschige.

Warum ich meine Haare schwarz gefärbt habe: Neue Frisur = neues Leben?

Warum ich plötzlich meine blonden Haare schwarz färben wollte, weiß ich leider auch nicht so genau. Ich selbst und mein Geschmack waren damals so flatterhaft, dass ich alle paar Wochen meine Haarfarbe ändern wollte. Natürlich war das Färben meiner blonden Haare aber auch eine gewisse Art der Revolte. Wenn man so will: Eine Emanzipation. Ich wollte Anderen, aber vor allem mir selbst, beweisen, dass etwas mehr in mir steckte.

Wie es so schön heißt: Verändert eine Frau ihre Haare, steht sie vor einem Neuanfang. In Retrospektive war es wohl bei mir recht ähnlich. Ich habe mich von alten Lastern getrennt und einen neuen Lebensweg eingeschlagen. Vielleicht auch mich selbst ein Stückchen mehr kennengelernt. Obwohl ich heute noch mit den Folgen der radikalen Veränderung zu kämpfen habe, und es manchmal auch bereue, weiß ich: Es war notwendig!

Glätteisen und Föhn machen die Haare kaputt.

Mit der Zeit wurde der Spliss immer deutlicher und meine Haarstruktur immer schlechter. Ich versuchte mit Glätteisen meine Haare im Zaum zu halten, doch das gelang mir immer schwieriger. Ich musste fast jeden Tag meine Haare glätten, um eine einigermaßen-annehmbare Frisur hinzubekommen. Ich glaube, dass vor allem das tägliche Verwenden von Hitze meinen Haaren sehr geschadet hat. Ich erkannte: Glätteisen und Föhn machen (tatsächlich) die Haare kaputt.

Vorbereitung meiner Long-Hair-Journey: Zurück zur Naturhaarfarbe!

Nach ein paar Monaten (vl sogar einem Jahr) mit schwarzen Haaren, erkannte ich, wie schlecht es um meine Haarqualität bereits stand. Außerdem standen mir dunkle Haare leider nicht so gut, wie ich es mir erhofft habe: Meine helle Haut war zu blass und meine Augenbrauen zu hell für diesen dunklen Haarton. Ohne Make Up sah ich, trotz bester Gesundheit, schnell krank aus. Doch wie konnte ich aus diesem Teufelskreis ausbrechen?

Ich beschloss meine Haare wieder gesund zu pflegen und nicht mehr dunkel zu färben. Leider konnte ich meine Haare nicht einfach so wachsen lassen, da der aschblonde Ansatz meiner Naturhaarfarbe wirklich unschön aussah und so musste ich langsam und behutsam wieder blondieren –  bis ich mich meiner Naturhaarfarbe, einem dunklen Blond, wieder angenähert habe.

Nach zirka 2-3 Friseurterminen, bei denen jeweils mit feinen Strähnchen und Highlights stufenweise aufgehellt wurde, hatte ich endlich eine Haarfarbe, die sich nicht mehr allzu arg von meiner Naturhaarfarbe unterschied und ich konnte meine Haar-Journey beginnen! Leider waren meine Haare zu diesem Zeitpunkt schon so stark beschädigt, dass ich sie sehr kurz abschneiden musste. Wenn ich sie mir nicht abgeschnitten hätte, wären sie sowieso einfach abgebrochen. Ich startete das Projekt also mit schulterlangen, mittel- bis hell-braunen Haaren.

Der Start meiner natürlichen Long-Hair-Journey: Haare gesund pflegen und wachsen lassen.

Ab diesem Zeitpunkt, habe ich mich viel mit dem Thema “gesunde Haare” beschäftigt. Ich habe mich intensiv mit den Inhaltsstoffen in Haar-Produkten auseinandergesetzt und einiges gelernt. Ich entdeckte Shampoos ohne Sulfate & ohne Silikone, natürliche Haaröle (wie z.B das Khadi Amla Haaröl), haarschonende Bürsten und mehr. Ich beschloss: Jetzt oder nie! Ich lasse mir die Haare wachsen!

♡ Cocoppery