DIY HAIR Naturkosmetik

DIY: Haaröl Kur mit Kokosöl, Arganöl, Olivenöl oder Mandelöl

Natürliche Öle werden immer beliebter in der Haut- und Haarpflege. In den letzten Jahren ist sogar ein gewisser Hype um die edlen Tropfen ausgebrochen! Und zurecht, denn Haaröle sind eine echte Beauty-Wundermittel. Egal ob in der Haut- oder Haarpflege, Öle können auf allen Gebieten mit ihren einzigartigen Inhaltsstoffen und Nährstoffen punkten. Natürliche Haaröle stärken die Haarwurzel, regen das Haarwachstum an, reparieren kaputte Haare oder zaubern wunderbaren Glanz. Erfahre Tipps, Trick und Fakten über: Kokosöl, Arganöl, Olivenöl bis Mandelöl.

Die Zusammensetzung & Unterteilung von Ölen

Öle bestehen aus verschiedenen Fettsäuren und Glycerin.

Fettsäuren können entweder gesättigt, ungesättigt oder mehrfach ungesättigt sein. Der Unterschied ist einfach: Ungesättigte (und mehrfach ungesättigte) Fettsäuren trocknen/härten, wenn sie Sauerstoff ausgesetzt sind. Gesättigte Fettsäuren bleiben geschmeidig. Deshalb werden Öle, die viele ungesättigten Fettsäuren enthalten auch „trocknende Öle“ genannt.

Ist ein Öl trocknend, bedeutet dies also nicht, dass es die Haut oder das Haar austrocknet, sondern dass es sich weniger „fettig“ anfühlt und schnell einzieht/verschwindet. Nicht-trocknende Öle sind eher schwer und hinterlassen einen öligen Schutzfilm auf der Haut.

  1. trocknende Öle >50% ungesättigte Fettsäuren
    z. B.Arganöl, Distelöl, Sojaöl, Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl, Leinöl, Walnußöl, Mohnöl, Wildrosenöl, Schwarzkümmelöl, Nachtkerzenöl, Hanföl
  2. halbtrocknende Öle 20-50% ungesättigte Fettsäuren
    z. B. Meiskeimöl, Erdnussöl, Jojobaöl, Sesamöl, Traubenkernöl
  3. nicht-trocknende Öle <20% ungesättigte Fettsäuren
    z. B. Rapsöl,Mandelöl, Avocadoöl, Bienenwachs,Kokosöl,Olivenöl

Alle drei Kategorien können als Öl-Kur oder Leave-In verwendet werden. Jedoch gibt es einige die sich besser für das eine oder das andere eignen. Die Wahl des Öls ist natürlich auch Geschmackssache!

1. Kokosöl für die Haare: Repariert & pflegt.

Kokosöl ist wohl das bekannteste und beliebteste Beauty-Öl. Es ist (wie fast jedes Öl) vielseitig einsetzbar: als Hautreiniger, als Abschminkhilfe, als Haarmaske, als Nagelpflege, als Bodylotion oder sogar Rasiercreme. In der Haarpflege wird Bio-Kokosöl vor allem als Haarmaske (vor der Haarwäsche) oder als kontinuierliche Pflege in vom eines Leave-Ins verwendet. Der wunderbare, natürliche Kokosduft ist ein absolutes Pflege-Higlight dieses Öls!

Ein paar Interessante Fakten & Vorteile:

  • Kokosöl ist unter 21-25°C fest.
  • Es gilt als „nicht-trockenes“ Öl. Das bedeutet, es hinterlässt einen Fettfilm und ist gut geeignet für trockene Haut und trockenes Haar.
  • Es besteht zu einem Großteil aus gesättigten Fettsäuren.
  • Kokosöl ist reich an gesunden Inhaltsstoffen: z. B. „Laurinsäure“. Sie wirkt innerlich und äußerlich gegen Bakterien, gegen Viren und gegen Pilze.
  • Hochwertiges (unraffiniertes, kalt-gepresstes) BIO-Kokosöl  enthält Spuren von Magnesium, Calcium, Kalium, Natrium, Kupfer, Eisen, Phosphor, Aminosäuren, Vitamin E und Lactone.
  • Wird das Öl jedoch raffiniert, so geht das Vitamin E verloren.
  • Kokosöl ist eines der wirksamsten Öle für die Haarpflege. Als Haarkur vor der Haarwäsche dringt es in das Haar ein und hält Wasser davon ab ins Haar einzudringen. Vor allem Menschen mit hoher Haar-Porosität können von diesem Effekt profitieren. Kokosöl ummantelt das Haar und verhindert, dass sich die Schuppenschicht der Haare zu sehr öffnet, während des Waschens.
  • Bei sehr, sehr brüchigen Haare (z. B verursacht durch viel zuviel bleichen) sollte man allerdings nicht übertreiben mit Kokosöl, denn zuviel Kokosöl kann dazu führen, dass gar kein Wasser mehr in das Haar eindringen kann. Dies kann zu trockenen Haaren führen.

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Anwendung von Kokosöl:

Da Kokosöl erst ab 25°C flüssig wird, ist es ratsam das Öl im Winter leicht zu erwärmen (z. B. auf der Heizung oder in den Handflächen), bevor man es als Haarmaske verwendet. Das Öl wird dann sanft in die Kopfhaut einmassiert und bis in die Spitzen verteilt. Nach der Haarwäsche (bei einem milden Shampoo ist es womöglich nötig zweimal zu shampoonieren) haben die Haare einen wunderbaren Glanz.

Kokosöl lässt sich wegen des angenehmen, frischen Duftes perfekt als Leave-In Conditioner verwendet. Dazu wird eine winzig-kleine Menge des Öls in den Handflächen verrieben und in Haarspitzen massiert.

2. Arganöl als Haaröl: Exklusiver Luxus

Arganöl ist, wie alle anderen Öle auch, eine sehr wirksame Pflege für Haut und Haare. Die Haut- und Haarpflege mit Bio Arganöl hat eine sehr lange marokkanische Tradition. Das haben auch viele Kosmetikhersteller bereits entdeckt und bieten Arganöl als exklusiven Wirkstoff in ihren Produkten an.

Ein paar Interessante Fakten & Vorteile:

  • Kalt-gepresstes, natives Arganöl eignet sich sehr gut für die äußerliche Anwendung auf der Haut und im Haar. Geröstetes Arganöl ist ein leckeres Speiseöl mit tollen Röst- und Aromastoffen.
  • Arganöl soll (wie alle pflanzlichen Öle) eine verjüngende Wirkung haben. Es wird seit jeher in Marokko für kosmetische Zwecke verwendet.
  • Arganöl wirkt antibakteriell und entzündungshemmend.
  • Das Öl enthält 20 % gesättigte Fettsäuren und 80 % ungesättigte Fettsäuren.
  • Sieht man sich die Inhaltsstoffe an, gibt es durchaus bessere (und günstige) Alternativen. Natürlich schadet aber ein Versuch nie! Arganöl hat ohne Zweifel eine tolle Wirkung.

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Anwendung von Arganöl:

Als Intensiv-Kur wird Arganöl sanft in die Kopfhaut einmassiert und bis in die Spitzen verteilt. Arganöl macht die Haare sehr seidig und fein. Es kann ebenfalls als Leave-In verwendet werden. Beim Kauf einer Arganöl-Haarpflege unbedingt darauf achten, dass keine versteckten Silikone enthalten sind.

Oftmals wird mit dem hohen Tocopherolgehalt von Arganöl geworben. Einen vergleichbaren Wert haben aber auch Rapsöl und Sonnenblumenöl.

3. Olivenöl für die Haare: Unterschätztes Öl

Olivenöl wird seit jeher von den Römern als gesundheitsförderndes Nahrungsmittel angesehen. Interessanterweise wurde es aber auch schon immer zur Haut- und Haarpflege verwendet. Auch bei uns wird Natives Bio Olivenöl Extra als Haarkur immer beliebter!

Ein paar Interessante Fakten & Vorteile:

  • Olivenöl ist ein äußerst schweres, nicht-trocknendes Öl. Es spendet viel Feuchtigkeit, kann die Haare aber auch schnell strähnig aussehen lassen. Gut auswaschen ist hier absolut notwendig. Deshalb gilt es auch nicht als „Anfängeröl“!
  • Besonders gut eignet sich Olivenöl für Locken, da diese viel Feuchtigkeit brauchen.
  • Im Olivenöl findet man 55–83 % Ölsäure, 7–20 % Palmitinsäure, 3–21 % Linolsäure, 0–5 % Stearinsäure und 0–4 % Palmitoleinsäure. Außerdem entählt kalt-gepresstes, natives Olivenöl Phospholipiden, Carotinoiden, α-Tocopherol und Vitamin A.
  • Dank des relativ günstigen Preises, eignet sich Olivenöl besonders gut als Basisöl für diverse Ölmischungen. Aber auch alleine hat es eine gute Wirkung.

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Anwendung von Olivenöl:

Olivenöl eignet sich gut als Intensiv-Kur vor der Wäsche und eher weniger als Leave-In. Da es ein sehr schweres, nicht-trocknendes Öl ist, macht es die Haare während der Anwendung sehr schmierig. Gerade bei Olivenöl sollte auf ein sorgfältiges Auswaschen geachtet werden!

Unbedingt auf die Formulierung „Natives Olivenöl Extra“ achten! Sie garantiert beste Qualität.

4. Mandelöl für die Haare: Glänzende Haare

Mandelöl ist ein tolles Öl zur Haarpflege, eignet sich aber auch sehr gut zur Hautpflege. Es wird oft für Gesichtscremes und Körperlotion verwendet – auch in vielen DIY Kosmetik-Rezepten. Mandelöl schenkt der Kopfhaut Feuchtigkeit und macht die Haare geschmeidig.

Ein paar Interessante Fakten & Vorteile:

  • Mandelöl kann man aus süßen Mandeln (Prunus dulcis var. dulcis) oder bitteren Mandeln (Prunus dulcis var. amara) gewinnen. Für die Haar- und Hautpflege sollte unbedingt das Öl der süßen Mandeln verwendet werden.
  • Mandelöl ist ein nicht-tocknendes Öl. Es kann zu strähnigen Haaren führen, wird es nicht sorgfältig ausgewaschen.
  • Mandelöl ist ein hell-gelbes, flüssiges, swach-riechendes Öl.
  • Ähnliches Öl: Aprikosenkernöl

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Anwendung von Mandelöl:

Mandelöl ist ein schweres Öl (ähnlich wie Olivenöl). Es eignet sich sehr gut als ergänzendes Öl in einer Haarkur-Ölmischung. Als Leave-In könnte es, je nach individueller Haarstruktur, könnte Mandelöl strähnige Haare verursachen.

Unbedingt Öl der süßen Mandel verwenden! Niemals das der bitteren Mandel.

5. DIY Haarkur mit Öl selber machen

Alle diese Öle, und noch viel mehr, lassen sich auch zu individuellen Haarkuren mischen. Je nach Haarstruktur und Wunschergebnis können verschiedene Wirkungen kombiniert werden. Wer möchte kann zu seiner eigenen DIY Haarkur auch ätherische Öle mischen. Wichtig: Immer nur ein paar Tropfen hinzufügen, da diese hochkonzentrierten Öle sonst zu stark sind. Teebaumöl als Zusatz wirkt gegen Bakterien, Viren und Pilzen. Lavendelöl wirkt beruhigend für Körper und Geist. Rosmarin Öl verleiht der Haarkur einen wunderbaren Duft und Rizinusöl fördert das Haarwachstum.


 

Welches Öl benutzt ihr gerne zur Haarpflege?

♡ Cocoppery